Ein (absolut) harter Brexit konnte durch die doch noch erzielte Einigung zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich abgewendet werden. Das Handels- und Kooperationsabkommen vom 24.12.2020 sieht dabei auch Bestimmungen für die Übermittlung personenbezogener Daten aus der EU in das Vereinigte Königreich vor. 

Für die Dauer von vier Monaten ab Inkrafttreten des obigen Abkommens gilt das Vereinigte Königreich nicht als Drittland im Sinne des Unionsrechts. Dieser Zeitraum kann von den Vertragsparteien um zwei Monate verlängert werden. Aufgrund der vorläufigen Anwendbarkeit der Bestimmungen des Abkommens können personenbezogene Daten bis zum Ablauf des 30.04.2021 in das Vereinigte Königreich übermittelt werden.

Wer in Vorbereitung auf den vormals drohenden "Hard Brexit" bereits Standardvertragsklauseln mit Datenempfängern im Vereinigten Königreich abgeschlossen - und zusätzliche Maßnahmen nach den Empfehlungen des EDSA vorgesehen - hat, ist jedenfalls gut aufgestellt. Denn derzeit ist noch nicht absehbar, ob die Europäische Kommissionen einen Angemessenheitsbeschluss gemäß Artikel 45 DSGVO für das Vereinigte Königreichfassen wird und ob dies innerhalb der Übergangsfrist erfolgen wird.