Das Bundeskriminalamt und die FMA warnen derzeit vor einer neuen Form der Geldwäscherei: Professionelle Geldwäscher versuchen Jobsuchende im Internet und meist mittels Spam-Emails mit dem Versprechen guter Verdienstmöglichkeiten als Finanzagent anzuwerben, um über deren Bankkonto Gelder aus krimineller Herkunft zu transferieren und so zu waschen. 

Den Finanzagenten wird eine gute Entlohnung sowie die Entrichtung der Sozialabgaben und der anfallenden Steuern durch den „Arbeitgeber“ versprochen. Der Finanzagent muss als „Junior-Trader“ in Krypto-Currencies auf seinem Konto eingelangte Gelder abzüglich ihrer Provision in verschiedene Kryptowährungen wechseln oder sie direkt weitertransferieren. In Wirklichkeit stammen die zu transferierenden Geldbeträge aus Straftaten wie Drogenhandel, Betrug, Steuervergehen, etc.

Damit macht sich aber auch der angeworbene Finanzagent strafbar, es drohen hohe Freiheits- oder Geldstrafen!

Zudem verwenden die Täter die vom Finanzagenten mitgesendeten Legitimationsdokumente wie Personalausweis, Meldezettel etc., ohne deren Wissen bzw. explizite Einverständniserklärung, für die Eröffnung weiterer krimineller Konten, welche der weiteren Geldwäsche dienen.