Stand vom Montag 21.09.2020 morgens:

  • Grundlage des "FinCENFiles"-Datenlecks sind 24.000 Dateien, die von der "Insiderin" Natalie EDWARDS auf einem USB-Stick an das US-Medium "BuzzFeed" weiter gegeben wurden. In einer ersten Vermutung, war der Auslöser eine Art "Whistleblowing" zu Bank-Transaktionen aus US-Präsident Donald Trump's Unternehmen und vor allem im Zusammenhang mit Transaktionen von Lobbyisten und Rechtsanwalt Paul John Manafort.
  • Das "FinCENFiles"-Datenleck war somit keine Überraschung, sondern hat sich seit einiger Zeit bereits angekündigt. Das US-Finanzministerium hat in diesem Zusammenhang bereits einige Warnungen zur Geheimhaltung veröffentlicht und es sind Gerichtsdokumente zum Verfahren gegen Natalie EDWARDS öffentlich einsehbar.
  • Als besonders kritisch gelten rund 2.100 Geldwäschemeldungen ("SARs") an die FinCEN. Diese sind aktuell nicht öffentlich bzw. einsehbar und werden selektiv von ICIJ und seinen Medien-Partnern verarbeitet.
  • Bis auf zwei CSV-Übersichtsdateien zu weltweiten Transaktionen sind noch keine weiteren Dokumente verfügbar. Das entspricht dem üblichen Vorgehen der ICIJ und seiner Partner.