Bis dato war die Mozilla Foundation ein Vorzeigearbeitgeber in den USA. Während der Pandemie hat Mitchell Baker, der CEO des Tochterunternehmens Mozilla Corporation, nun die Notbremse gezogen [externer Link] und über 250 Mitarbeiter entlassen. Seine Begründung: Die vor der Pandemie gesteckten Ziel der Mozilla Corporation, wären mit der aktuellen Zahl der Mitarbeiter nicht weiter umsetzbar.

Hinter den Kulissen brodelt es bereits und zeigt das nächste Problem bei der Mozilla Corporation auf: Das gesamte Sicherheitsteam („Threat Management Team“) wurde, wie ein Insider berichtet, ebenfalls gegangen. Wer vertraut im Jahr 2020 einem Softwarehersteller, der die Sicherheit seiner eigenen IT-Systeme nicht mehr gewährleisten kann? Gerade eben, wo der Web-Browser die elementare Schnittstelle zwischen dem Benutzer und Internet ist. Microsoft hat übrigens aktuell in einem sehr ähnlichen Fall, nämlich bei dem Piriform CCleaner, diese als bösartig kategorisiert. (Zusätzlich gab es noch technische Gründe dafür.) Dort hatten Hacker in der Vergangenheit die Sicherheitslücken beim Hersteller ausgenützt und die Software millonenfach manipuliert.

Mittlerweile holen sich die Mozilla-Konkurrenten Apple bei Safari und Microsoft bei Edge die Lorbeeren für Funktionen zum Schutz der Privatsphäre und Sicherheit, die Mozilla zwar erfunden aber wegen der Monetarisierung nicht umgesetzt hat.