Die im Jahr 2016 in Kraft getretene EU-Richtlinie zur sozialen Verantwortung von Unternehmen, hat die Berichterstattung über Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte sowie Umwelt-, Sozial- und Korruptionsbekämpfungsfragen für Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten zur Pflicht gemacht.

Gemäß Frau Dr. Angela Reitmaier von Transparency International, wird diese EU-Richtlinie in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien unterschiedlich interpretiert. Dies gilt ebenso für andere internationale Gesetzte und Standards. In Deutschland hat Transparency International in einer Experten-Studie festgestellt, dass viele internationale Gesetze gegen die Bestechung von (ausländischen) Amtsträgern, gerade einmal in der ersten Ebene einer Wertschöpfungskette wirken.

Die aktuell dringend geforderte Resilienz (Widerstandsfähigkeit) in Liefer- bzw. Wertschöpfungsketten, kann eben auch durch ein verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln ermöglicht werden, findet die Rechtsanwältin Dr. Angela Reitmaier. (Wir würden auch noch gerne Cyber-Sicherheit als weiteren Punkt hinzufügen...)

Denn gerade wenn das unternehmerische Handeln verwantwortungsvoll ist, also ethisch und transparent, dann können Risiken wie negative Reputation, Cyber-Angriffe auf Sub-Lieferanten, oder aktivistische Stakeholder (z.B. Shortseller) deutlich minimiert oder sogar ausgeschlossen werden.